In Chafisi bei Watamu an der kenianischen Küste am indischen Ozean entsteht etwas Hoffnungsvolles: Familien bauen sich Schritt für Schritt eine eigene wirtschaftliche Zukunft auf.
Seit einiger Zeit läuft dort ein Mikrokreditprogramm, an dem inzwischen mehr als 60 Menschen teilnehmen. Mit kleinen Krediten können sie eigene kleine Geschäfte aufbauen und so ihre Einkünfte steigern. Das Ziel ist klar: Familien sollen langfristig selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen und vor allem die Schulbildung ihrer Kinder selbst finanzieren können.
Der nächste Schritt: Investitionen in kleine Unternehmen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen und konkrete Geschäftsideen entwickelt. Um diese Ideen umzusetzen, brauchen sie ein erstes Startkapital.
Geplant sind derzeit drei Geschäftsbereiche:

Hühner-Mastzucht
(zwei Gruppen)
In kurzen Produktionszyklen von etwa sechs bis acht Wochen können Masthühner aufgezogen und auf lokalen Märkten, in Hotels und Restaurants verkauft werden. Durch die kurze Mastdauer entstehen relativ schnell Einnahmen, die wieder in neue Zyklen investiert werden können.

Eierproduktion
(eine Gruppe)
Die Haltung von Legehennen ermöglicht einen kontinuierlichen Verkauf von Eiern. Dadurch entsteht ein stabiler und regelmäßiger Einkommensstrom für die beteiligten Familien.

Zelt- und Stuhlverleih
(eine Gruppe)
Für Hochzeiten, Gemeindeveranstaltungen und Schulfeiern besteht in der Region eine hohe Nachfrage nach Zelten und Sitzmöglichkeiten. Durch den Verleih können regelmäßig Einnahmen erzielt werden.
Nachhaltige Struktur statt kurzfristiger Hilfe
Die Einnahmen aus den Geschäften fließen auf Gruppenkonten. Davon werden zunächst laufende Kosten bezahlt, zum Beispiel Futter, Impfungen oder Transport. Überschüsse werden angespart und wieder in die Weiterentwicklung der Geschäfte investiert oder für wichtige Ausgaben der Familien genutzt – insbesondere für Schulgebühren der Kinder.
Das Programm wird professionell begleitet. Vor Ort wird eine Person eingestellt, die die Gruppen betreut, die Projekte regelmäßig überprüft und als Ansprechpartner dient. So wird sichergestellt, dass die Investitionen verantwortungsvoll eingesetzt werden und die Geschäftsmodelle nachhaltig funktionieren.
Investition in Selbstständigkeit
Für die Startinvestitionen – einschließlich der ersten Betriebskosten – werden insgesamt etwa 6.600 Euro benötigt.
Mit diesem vergleichsweise kleinen Betrag können mehrere Gruppen gleichzeitig ihre Geschäftsmodelle aufbauen und eine stabile wirtschaftliche Grundlage für ihre Familien schaffen.
Gemeinsam Zukunft ermöglichen
Unser Ziel bei connect4change ist es, Menschen zu unterstützen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel dafür: Es verbindet wirtschaftliche Entwicklung, Bildungschancen für Kinder und die Stärkung lokaler Gemeinschaften.
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